Unser Flaschenkind hat nun eine neue Familie

Es war höchste Zeit, unser Flaschenkind Emma in unsere Schafherde zu integrieren. Gestern war es soweit. Das Halfter vom Shetty war zwar etwas groß, aber als moralischer Halt völlig ausreichend. Und wo Emma lief war auch Frieda nicht weit. Auf diese Weise war es ein wunderbarer Spaziergang mit den Beiden bei herrlichem Sonnenschein und frühlingshaften Gerüchen. Als wir bei unserer Schafherde ankamen, gab es ein fröhliches Geblöke. Ich hob das Netz hoch, Frieda lief unbeschwert zu den ihren, nur Emma musste ein bisschen geschoben werden. Es fiel mir schon schwer. Immerhin war dieses Schafskind von seinem ersten Lebenstag an bei mir und würde noch immer an der Flasche nuckeln, wenn ich die Milch nicht irgendwann mal mit 9-Kräutertee ersetzt hätte. Emma schien das auch so zu sehen, denn sie schimpfte fürchterlich, als wir uns zum Gehen wandten. Immer wieder stieß sie mit der Nase ans Stromnetz. Es war ein Jammer, dabei zusehen zu müssen. Wir versteckten uns schließlich hinter einen dicken Baum, einfach um zu sehen, wie sie sich in der Herde verhalten würde. Frieda hatte es da deutlich einfacher. Ihre Mutter war unter den Schafen und sie schien das zu merken. Aber letztlich akzeptierte auch unser Flaschenkind, dass es nun mit den anderen Wollknäulen leben muss. Oder soll ich besser Rothäute sagen, denn das sind die Coburger Fuchsschafe ja, deren goldenes Vlies vor allem bei den Jungtieren so wunderschön anzusehen ist. Und so traurig der Abschied auch war, es ist plötzlich unglaublich ruhig auf unserem Hof. Es schreit plötzlich keiner mehr, wenn die Tür aufgeht und es stimmt keiner mehr mit ein, wenn der Hahn frühmorgens seine Hühner weckt.
Hof-Nachrichten

Zur Hofweihnacht am 13. Dezember gab es wieder viel zu erleben auf dem festlich geschmückten und wunderbar illuminierten Biohof. Ab 14 Uhr dampften im Biergarten die Kräppelchen, roch es verführerisch nach Bratwurst und Steak und leckerem Eierpunsch. In dem zur Bastelstube umgewidmeten Gastraum wurde emsig gemalt und gewerkelt. Unser Stephan hatte verschiedene große Weihnachtsbäume aus Holz zugeschnitten, die bemalt und beklebt werden konnten und bei einem Baum-Bausatz konnten die Kleinen auch ihre Fingerfertigkeiten beim Schrauben von Muttern unter Beweis stellen. Gleich ab 15 Uhr zeigten unsere Reitlehrinnen und Hof-Mitstreiter auf dem Reitplatz eine sehr turbulente und kurzweilige Weihnachtsgeschichte, die Lust auf Geschenke verteilen und Geschichten erzählen machte und das reiterlichen Können der drei Mitarbeiterinnen zeigte. Im Anschluss durften die kleinen Besucher bei einer Runde auf den Ponys selbst einmal durch den kleinen - auf dem Reitplatz aufgebauten - Winterwald reiten.

Am 15. November 2025 findet wieder unser alljährliches Martinsfest statt. Ab 16 Uhr gibt es Kinderpunsch, Glühwein und Bratwurst vom Grill. Gegen 17 Uhr startet der Martinsumzug, begleitet vom heiligen Martin auf dem Pferd mit seinem Gefolge. Im Anschluss wird die Geschichte vom heiligen Martin am Lagerfeuer erzählt. Dazu gibt es Knüppelkuchen für die Kinder.







